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52. Jahresausstellung des Kunstverein Landshut

Große Rathausgalerie im Rathauskeller, Eingang Grasgasse
19.11. - 11.12.2022
Eröffnung am Freitag, den 18.11. um 18.00 Uhr
Einführung Ursula Bolck-Jopp
Öffnungszeiten Dienstag – Freitag und Sonntag 14 – 18 Uhr, Samstag 11 - 18 Uhr
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog

Am Freitag (18.11.) wird in der Großen Rathausgalerie die 52. Jahresausstellung des Kunstverein Landshut eröffnet, in diesem Jahr bereits um 18(!) Uhr.

53 Kunstschaffende hatten sich um eine Teilnahme beworben. Die Jury aus drei externen Kunstsachverständigen (Wilma Rapf-Karikari, Katrin Weinzierl, Georg Tassev) und zwei Kunstvereinsmitgliedern (Nikodemus Löffl, Ursula Bolck-Jopp) hat 61 Werke von 41 Künstlern und Künstlerinnen ausgewählt, so viele wie noch nie. Der Grund ist erfreulich, es sind unter den neu beigetretenen Mitgliedern etliche ausgezeichnete Künstler und Künstlerinnen.

Wie jedes Jahr wird es nicht nur Neues aus den Ateliers von KünstlerInnen der Region zu sehen geben, sondern auch interessante und ungewöhnliche Werke geladener Gastkünstler: Es sind in diesem Jahr das Künstlerduo bankleer, sowie die Künstlerinnen Marile Holzner und Christiane Behr. Karin Kasböck und Christoph Maria Leitner sind das Künstlerduo bankleer. Sie arbeiten seit 1999 vor allem in Berlin. Kunst ist für sie eine Praxis, um auf soziale, politische und historische Ereignisse zu antworten. Sie agieren an den Grenzen zwischen situativer Skulptur, Performance, Text und Video. Die in der Pfeilerhalle der Großen Rathausgalerie gezeigte Arbeit ist der Beginn einer künstlerischen Beschäftigung mit dem Themenkomplex Radioaktivität - unter Zusammenarbeit mit dem Musikproduzenten Patric Catani. Eine Soundinstallation füllt den von Marile Holzner sehr reduziert gehängten vorderen der beiden separaten Räume mit einem rhythmischen Klang. Es sind Sounds aus der Entstehung von Zeichnungen: Kreisbewegungen, welche vom Gehörten, Gesehenen und Gefühlten beeinflusst sind und sich daher stetig verändern. Ein Rhythmus löst subtil den anderen ab. Die Geschwindigkeit erhöht sich, bis sie zum Ende hin auf die Spitze getrieben in sich zusammenfällt. Holzner hat an der Akademie der Bildenden Künste in München Freie Kunst bei Prof. Karin Kneffel studiert. Christiane Behr bespielt die hintere der Kammern. Anlässlich eines Austauschprojekts des Kunstverein Landshut mit der GKK Krefeld zeigte sie kleine Objekte aus Wachs („Töpchen“ und „Klötzchen“). Jetzt präsentiert sie großformatigere Installationen und Objekte aus Wachs, Epoxid, Kunststoffabfällen, Styropor, Acryl und Pigment. Manche leuchten sogar von innen heraus. Behr hat an der Kunstakademie Maastricht Textile Bildhauerei studiert.

Während der Jahresausstellung können sich die Mitglieder des Kunstvereins die "Jahresgabe 2022" abholen. In diesem Jahr ist es eine Druckgrafik von Ute Haas.

Hingewiesen sei noch auf einen besonderen Termin: Am Samstag, 3. Dezember veranstalten von 14 – 18 Uhr die Galerie Schenk.Modern, die Neue Galerie, die Fotogalerie Litvai, LA Projects, der Freundeskreis Fritz Koenig und der Kunstverein Landshut einen Adventskunstmarkt. Der Kunstverein präsentiert kleinformatige Arbeiten vieler auf der Mitgliederausstellung vertretener KünstlerInnen auf einer gesonderten Fläche innerhalb der Jahresausstellung. Die zu moderaten Preisen angebotenen Multiples und Originale können direkt gekauft und gleich mitgenommen werden.

Teilnehmende Künstler*innen: Achatz Alois • Anthofer Wilfried • bankleer (GastkünstlerIn) • Behr Christiane (Gastkünstlerin) • Betz Hedwig • Bolck-Jopp Ursula • Brand-Seidel Susanne • Frisch Geraldine • Geissler Florian • Geissler Michaela • Goderbauer Valentin • Greindl Josef • Haas Ute • Habarta Zita • Hoch Annegret • Höning Renate • Holzner Marile (Gastkünstlerin) • Hübner Christian • Kaindl-Trätzl Robert • Krinner Rosa Maria • Lange Michael • Litvai Peter • Löffl Dagmar • Löffl Nikodemus • Priesnitz Heiner-Matthias • Quenkert Stephan • Regner Barbara • Reinkowski Stephan • Reiter Raimund • Reiter Stefanie • Rieck-Sonntag Christine • Rill Renato • Roth Bernhard • Schmid Uli • Schoßer Mario • Schricke Barbara • Seidel Helmut • Seidel-Herrmann Nina • Smirnova Julia • Tröger Sandra • Valeanu Carmen • Weiß Wolfgang • Zagray Ute • Zitzelsberger Liz

GEORG KÜTTINGER
REMIX und INTERFERENZEN

Fotografie
12.11. - 04.12.2022
Eröffnung am Freitag, den 11.11. um 19.30 Uhr
Einführung Ursula Bolck-Jopp, 1. Vorsitzende des Kunstvereins Landshut im Gespräch mit dem Künstler
Kunstverein Landshut e.V.
Galerie: Herrngasse 375
84028 Landshut
Öffnungszeiten Do – So 14 – 17 Uhr
www.kunstverein-landshut.de

Am Freitag, dem 11. November eröffnet um 19.30 Uhr in der Galerie des Kunstvereins eine Ausstellung mit Fotoarbeiten des Münchner Künstlers Georg Küttinger. Er wird die zwei Serien „REMIX“ und „INTERFERENZEN“ zeigen.

REMIX ist eine Metapher aus der Musik. Wie das Remix ein Stück neu arrangiert und interpretiert, werden die Motive in Küttingers großformatigen Foto-Bildern in Einzelbilder zerlegt und dann in der Fokussierung auf bestimmte Rhythmen, Abfolgen und Darstellungsaspekte zu einem Bild verdichtet. Multiperspektivität und Synchronizität erzeugen einen neuen Bildraum. Das neu entstandene Bild begegnet dem Betrachter nicht als abgelichteter Augenblick, sondern als facettenreiches Spektrum. Georg Küttinger konstruiert seine Bilder, indem er dieselben Motive, die zu unterschiedlichen Zeiten aus unterschiedlichen Blickwinkeln aufgenommen wurden, zu einem Bild neu zusammensetzt. Damit zeigt er genau das, was der Mensch beim Betrachten eines Motivs macht: Da es unmöglich ist, ein statisches, unveränderbares Bild zu sehen und festzuhalten, muss das Bild dauernd neu zusammengesetzt und mit der Erinnerung und den Vorstellungen abgeglichen werden.

INTERFERENZEN nennen sich die neuen Arbeiten, in denen sich die Auseinandersetzung mit dem Thema der Wahrnehmung sowie deren Möglichkeitsspielräumen fortsetzt. Die Motive der Überlagerung, des Durchdringens und der Ausrichtung begegnen uns auch in diesen Werken, die sich mit dem befassen, was z w i s c h e n dem Bild und dem Betrachter liegt. Und dies ist ganz wörtlich gemeint. Neben der Fokussierung auf verschiedene Stand- und Zeitpunkte geht es in den neuen Werken zusätzlich um den Raum, der zwischen dem Betrachter und dem eigentlichen Bild liegt, indem dieser als Medium fungierende Raum selbst miteinbezogen und modelliert wird. Die Arbeiten bestehen aus einer fotografischen Komposition und mehreren davor montierten Gießharzplatten. Diese transparenten Platten weisen manuelle Prägungen auf, die mit dem fotografischen Hintergrund korrespondieren und auf diesen reagieren, in ihren Formen und Strukturen also die dahinterliegenden fotografischen Motive in Verschiebungen und Überschneidungen formal wieder aufnehmen. Als Grundlage für seine Fotoarbeiten wählt Küttinger abstrakte Motive, die er zu räumlichen Konstruktionen verdichtet. Durch das Spiel des Lichts und kleinste Änderungen des Blickwinkels beim Betrachten gerät die dynamische, subjektive Wahrnehmung ins Oszillieren.

ANGELIKA SIEGER | DIETMAR JANZ

Angelika Sieger, o.T. 50 x 50 cm, Öl auf Nessel, 2015, Ausschnitt
Dietmar Janz, o.T. 80 x 70 cm, Öl auf Papier, 2022, Ausschnitt

Bilder + Buchunikate
8.10. - 30.10.2022
Eröffnung am Freitag, den 7.10. um 19.30 Uhr
Einführung Dr. Johanna Dombois, Autorin und Publizistin
Kunstverein Landshut e.V.
Galerie: Herrngasse 375
84028 Landshut
Öffnungszeiten Do – So 14 – 17 Uhr
www.kunstverein-landshut.de

Der Kunstverein Landshut widmet sich in seiner Oktober-Ausstellung ausschließlich der Malerei. Angelika Sieger und Dietmar Janz geht es auf ihre je eigene Weise um Urmaterialien der Kunst: Leinwand, Papier, Pigment, Ol, Pinsel, Stift. In beiden Œuvres fuhren die tradierten Mittel der Malerei zu etwas Neuem, Ungesehenem. Angelika Sieger und Dietmar Janz zeigen: Ohne Rückschau kein Weitblick! Vernissage ist am Freitag, dem 7.10. um 19:30 Uhr. Johanna Dombois, Autorin und Publizistin, wird zwei Texte lesen.

Angelika Siegers Interesse gilt Wandel und Wachstum, Entstehen und Vergehen, jahreszeitlichem Rhythmus in Gärten, Gelände und Natur, den Formen und Farben des Voralpenlands und der griechischen Inselwelt, von Himmel und Meer. Siegers Antrieb ist es, Wesentliches zu erfassen. Entsprechend weit entfernt sind ihre Arbeiten von jeglicher Form der Abbildung. Zugleich widersetzen sie sich der Abstraktion. Sie schweben zwischen diesen Polen, zwischen Erfühlen und Erkennen.

Angelika Sieger studierte an der Kunstakademie in München bei Jerry Zeniuk Malerei; sie lebt und arbeitet in Grafing bei München und auf Paros.

Für Dietmar Janz ist der Anfang immer Gefundenes, Erfundenes, Zufälliges, Erinnertes, das sich über die Zeit als Zeichnung manifestiert. Dann Wiederholung, Fortschreiben, Fortschreiten - die Farben, mit Pinseln und Händen aufgetragen, bleiben dabei gestisch, körperlich, rau und zart. Aus einem Blatt werden zwei, aus zweien viele, bald sind es 12, 20, 48, 60, sie schließen sich zu Reihen, am Ende zu großflächigen Wandarbeiten, Buchunikaten, Bilderbüchern. Dietmar Janz zeigt keine singulären Bilder, sondern das Material, aus dem "Bild an sich entsteht. Um die Gestaltung von Prozessen geht es ihm. Seine Bücher sind entsprechend kompakt, seine Hefte schießen über den Rand - im Ergebnis Objekte, die davon leben, verdichtete Malerei zu sein.

Dietmar Janz studierte an der Kunstakademie in München bei den Bildhauern Erich Koch und Leo Kornbrust; er lebt und arbeitet in München.

ANNE PINCUS und EVA ERTL
UNTER HOLZ ÜBER WASSER

Anne Pincus, Ringel Ringel Reihen, 2022, Öl auf Leinwand, 121 x 137cm
Eva Ertl, Wasser VI, 2019, Kreide und Kohle auf Aquarellpapier, 150cm x 115cm

Malerei, Installation, Zeichnung
9.9. – 3.10.2022
Eröffnung am Freitag, den 9.9. um 19.30 Uhr im Rahmen des 17. Landshuter Kunstwochenendes
https://kunstnacht-landshut.de/
Kunstverein Landshut e.V.
Galerie: Herrngasse 375
84028 Landshut
Öffnungszeiten Do – So 14 – 17 Uhr
www.kunstverein-landshut.de

Unter Holz Über Wasser ist der Titel einer Ausstellung im Kunstverein Landshut, in der Eva Ertl und Anne Pincus sich mit dem Thema Natur neu auseinandersetzen.

Die „Natur“ als Topic ist zeitlos. Die Künstlerinnen jedoch sehen sie mit neuem Blick - vor dem Hintergrund einer oft chaotisch und unüberschaubar wirkenden Welt der Digitalisierung, Globalisierung und Vernetzung. Sie zeigen ihre Komplexität und Unüberschaubarkeit, das Überraschende im Gewohnten, das Abstrakte im Konkreten und ihre zeitlose Faszination und Unbegreiflichkeit.

Eva Ertls großformatige, teils farbige, teils schwarz-weiße Kreide-, Kohle- und Farbstiftzeichnungen lassen Naturmotive wie Bäume, Wasser, Wolken vertraut und doch fremd, undurchschaubar, manchmal entrückt, teilweise gegenstandslos erscheinen. Durch die durchgängig feine Struktur erhalten die Bilder eine besondere Anmutung, so dass sie manchmal sogar an Stoffe erinnern.

Im tropischen Dschungel, wie auch in europäischen Fichtenwäldern, findet Anne Pincus ihre Inspiration für die Auseinandersetzung mit dem Thema Wald. Der Betrachter wird in ihrer Malerei mit der dunklen und unheimlichen Tiefe eines Forsts bei Nacht konfrontiert. Im Gegensatz dazu wirkt ihre Installation aus halbtransparenten Stoffen eher wie ein ephemerer Märchenwald.

Eva Ertl, geboren im Bayrischen Wald, lebt und arbeitet seit ihrem Studium der Grafik und Malerei in München.

Anne Pincus, geboren in Melbourne, studierte Bildende Kunst in Australien, lebt und arbeitet seit 1994 ebenfalls in München.

http://www.evaertl.de
https://www.annepincus.net

SUMMER IN THE CITY

Mitgliederausstellung
23.7. – 31.7.22
Eröffnung: 22.7. um 19.30 Uhr im Rahmen eines Sommerfestes
Kunstverein Landshut e.V.
Galerie: Herrngasse 375
84028 Landshut
Öffnungszeiten Do – So 14 – 17 Uhr
www.kunstverein-landshut.de

„Summer In The City“ lautet der Titel einer Sommerausstellung im Kunstverein Landshut. Alle künstlerisch aktiven Mitglieder waren aufgerufen, sich mit bis zu drei Arbeiten zu beteiligen. Ein Thema war nicht vorgegeben, wohl aber das Format der Exponate. Die Werke - ob Malerei, Zeichnung, Druckgrafik oder Fotografie - sollten 40cm in der Höhe messen, die Breite durfte beliebig gewählt werden. Aus den Einsendungen wurde ein einheitlicher Bilderfries gestaltet, der die Galeriewände umläuft. Auch die Skulpturen halten sich an das kleine Format. Die Ausstellung kann bis zum 31. Juli besichtigt werden. Im August ist dann Sommerpause im Kunstverein.
Der Kunstverein wünscht seinen Mitgliedern und Freunden einen schönen Sommer!

SUSANNE JUNG
IT’S ABOUT COLOR

Malerei
25.6. – 17.7.2022
Eröffnung Freitag, 24.6. um 19.30 Uhr
Kunstverein Landshut e.V.
Galerie: Herrngasse 375
84028 Landshut
Öffnungszeiten Do - So 14 - 17 Uhr
www.kunstverein-landshut.de

Der Kunstverein Landshut freut sich, am Freitag, den 24.6.22, die Ausstellung „it´s about color“ zu eröffnen. Die 1964 in Bayern geborene Künstlerin Susanne Jung lebt und arbeitet seit 1987 in Berlin. Die Künstlerin beschäftigt sich seit mehr als 20 Jahren mit den Phänomenen Farbe und Licht. In ihrer Auseinandersetzung mit dem Wesen und den Möglichkeiten der Malerei, wird Farbe konkret auf unterschiedlichsten Ebenen und Schichten erlebbar. Die Begegnung mit Bildern aus der Renaissance und ihre Recherchen in den buddhistischen Höhlen im Nordwesten Chinas haben wesentlich die Umsetzung ihrer Bilder beeinflusst. Die Künstlerin transformiert das Gesehene in ein Farbgefüge, das aus einer Vielzahl von monochromen, lasierenden Schichten aufgebaut ist. Dabei arbeitet sie mit einer reduzierten Formensprache, die entstehende Farbschwingungen in deren Konzentriertheit bekräftigen und unterstützen. Idee und Bilderfindung gleichen der Komposition eines komplexen Musikstücks, das wir sowohl in leisen Einzeltönen, wie auch in rhythmischen Wiederholungen erfahren. Die Ausstellung zeigt Arbeiten, die ihr Werk von 2006 bis 2022 umspannen. Die Eröffnung beginnt um 19.30 Uhr. Zur Ausstellung erscheint eine Sonderedition.

DAGMAR HUGK
NOT ON THE MAP

Fotografie, Installationen
30.04. - 22.05.2022
Eröffnung am Freitag, 29.04. um 19.30 Uhr
Einführung: Ursula Bolck-Jopp, Künstlerin
Kunstverein Landshut e.V.
Galerie: Herrngasse 375
84028 Landshut
Öffnungszeiten Do - So 14 - 17 Uhr
www.kunstverein-landshut.de

„Not on the map” lautet der Titel der Ausstellung, die am Freitag, 29. April um 19.30 Uhr in der Galerie des Kunstvereins eröffnet. Wie konstruieren wir Wirklichkeit? Wie greifen wir in natürliche Systeme ein, wie verändern und deformieren wir sie? Wie verzeichnen und beschreiben wir die neuen Realitäten? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Kölner Künstlerin Dagmar Hugk in ihren Arbeiten. In den zumeist großformatigen Fotografien collagiert und inszeniert sie aus raffiniert gebauten Modellen fiktiver Hybride scheinbar reale Bildwelten. Sie verweisen auf die Natur und unbekannte organische Systeme, erinnern an die Struktur von Zweigen, an unbekannte Pflanzen oder medizinische Visualisierungen aus dem Inneren menschlicher Körper, entziehen sich aber einer eindeutigen Zuschreibung.

Dagmar Hugks Bodenarbeiten verdichten zehntausende Einzelteile zu raumgreifenden Installationen. Von Ferne erscheinen sie wie monochrome Bilder aus synthetischem Material; in der Nahsicht entpuppt sich dieses als Schaumzucker, Weingummi oder Kaubonbon. Für den Kunstverein Landshut hat Dagmar Hugk ein Bodenbild aus Popcornmais geschaffen, das fiktive Räume eröffnet und sich mit den Fotografien zu einer Gesamtinstallation verbindet.

Eigens zur Ausstellung ist ein Buch erschienen: Ein fotografisches Kaleidoskop von Orten aus aller Welt, von Phantasmen, Fiktivem und Kuriositäten.

Alle Kunstinteressierte sind herzlich willkommen.

JOSEPH STEPHAN WURMER
ORDNUNG UND CHAOS

Holzskulpturen 2014 - 2022
19.03. -10.04.2022
Lange Eröffnung am Freitag, 18.03. von 16 - 20 Uhr
Kunstverein Landshut e.V.
Galerie: Herrngasse 375
84028 Landshut
Öffnungszeiten Do - So 14 - 17 Uhr
www.kunstverein-landshut.de

Am kommenden Freitag (18.März) eröffnet im Kunstverein Landshut unter dem Titel „Ordnung und Chaos" eine Ausstellung des Holzbildhauers Joseph Stephan Wurmer. Die Berliner Kuratorin Dr. Birgit Möckel bescheinigt Wurmers Skulpturen eine stille kontemplative Kraft, die aus der Spannung zwischen Transparenz und Geschlossenheit, dem Spiel von Binnen- und Außenform erwächst. Geometrisch archaische Ordnungsprinzipien eröffnen Blickachsen und Denkräume. Konstruktives und organisches Wachstum, Bewegung und Licht fügen sich zur umfassenden Einheit. Akribische technische Perfektion ist für Wurmer dabei eine Selbstverständlichkeit. Der in Niederbayern geborene Künstler hat an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg Bildhauerei studiert. Von 1984 - 85 war er dort Assistent. Es folgten viele Preise und Ausstellungen an renommierten Orten. In der Landshuter Ausstellung zeigt Joseph Stephan Wurmer Wandreliefs und Objekte aus den Jahren 2014 bis 2022.

ANNE WODTKE
COLLECTING DREAMS

Mixed media

19.02. - 13.03.2022

Lange Eröffnung 18.2. 16 - 20 Uhr

Das erste Mal stellte Anne Wodtcke 2005 im Kunstverein Landshut aus – unter dem Titel „skulptur.sein“; ihre gleichnamige erste Video-Performance ist auch in ihrer aktuellen Ausstellung zu sehen, die am Freitag, dem 18.2., zwischen 16 und 20 Uhr eröffnet wird.

Anne Wodtcke arbeitet hauptsachlich mit den Medien Video, Installation und Performance, die sie als skulpturale Handlungen versteht. Ihr Interesse gilt darüber hinaus der experimentellen Klangerzeugung, auch dies für sie eine aktive Form der Skulptur.

Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die expressive Umsetzung des Lebensgefühls unserer Tage - der immer fragiler werdenden Balance zwischen Innen und Außen - in experimentelle Bilder und Klänge. Die Erzählungen sind offen, fragmentarisch, assoziativ und meist abstrakt – poetisch. Instabile physische und psychische Zustände haben sie stets fasziniert. Häufig stehen die Arbeiten in direkten Bezug zu persönlichen Situationen und Ereignissen, ohne diese konkret zu benennen.

Bei den Installationen sind es ortsspezifische, architektonische Gegebenheiten, die sie herausfordern und zu den unterschiedlichsten temporären Skulpturen bzw. skulpturalen Bild- Klang-Collagen inspirieren.

Bei der Umsetzung in mixed-media-Installationen arbeitet sie - je nach Setting – medienübergreifend mit den unterschiedlichsten Techniken und Materialen aus ihrem Archiv. Dieses enthält Handyaufnahmen, Found-Footage, Audio- und Video-Loops, Field-Recordings, sowie mit analogen Synthesizer-Modulen generierte Klangtexturen und eigene experimentelle Vocals.

Unter dem Namen ann_on_loops präsentiert sie Live Visuals und A/V Performances u.a. mit dem Berliner VJ women collective TrialandTheresa (www.trialandtheresa.de).

Kunstverein Landshut e.V., Galerie: Herrngasse 375, 84028 Landshut Öffnungszeiten: Do – So 14 – 17 Uhr

LUFTLINIE

Ausstellung der Neuen Münchner Künstlergenossenschaft im Kunstverein Landshut

Lange Eröffnung am Freitag, 14.01. von 16:00 – 20:00 Uhr (es gilt die 2Gplus-Regel)

Ausstellungsdauer: 15.01.-06.02.2022 Ort: Kunstverein Landshut, Herrngasse 375, 84028 Landshut

Zur Ausstellung: Die Luftlinie zwischen den Zentren von München und Landshut beträgt 61,72 Kilometer. Diese Linie ist der Ausgangspunkt für eine Ausstellung mit Mitgliedern der Neuen Münchner Künstlergenossenschaft (NMKG) im Kunstverein Landshut e.V. Linien hinterlassen Spuren, ziehen Grenzen, verbinden, erzeugen Räumlichkeit und Perspektive, lassen Flächen entstehen, beschreiben, vermitteln Ruhe oder Bewegung, lassen sich schichten, kreuzen und überlagern, sind zweidimensional oder bewegen sich im Raum, erzeugen Strukturen, Licht und Schatten. Sie lassen sich zeichnen, malen, biegen, legen, spannen, schneiden, drucken. Im Ausstellungsraum des Kunstvereins Landshut e.V. werden rund 30 individuelle künstlerische Positionen der Mitglieder der NMKG zum Thema „Linie“ in Form von Zeichnung, Malerei, Fotografie, Video, Objekten und Rauminstallationen zusammen-geführt. Konzept: Andreas Kühne, Tatjana Utz Kuration und Organisation: Tatjana Utz, Barbara Regner, Monika Humm, unter Mitarbeit von Esther Glück und Eva Ruhland in Kooperation mit dem Kunstverein Landshut

Zur NMKG: Die NMKG formierte sich 1949 und konzipiert und veranstaltet Ausstellungen im In- und Ausland. Über die Organisation von Ausstellungsmöglichkeiten für die Mitglieder hinaus geht es dabei auch um die gegenseitige Unterstützung, den Aufbau und die Pflege eines professionellen Netzwerks und die Einbindung von Münchner Künstlerinnen und Künstlern in die internationale Kunstszene. Die Neue Münchner Künstlergenossenschaft ist heute in München die Künstlergruppe mit der jüngsten Altersstruktur und dem höchsten Frauenanteil. Sie hat ihren Sitz im Haus der Kunst. Ihre Ausstellungen sind jedoch nicht an die Räumlichkeiten im Haus der Kunst gebunden, die Organisation und Kuration von nationalen und internationalen Ausstellungsprojekten erfolgt in Eigenregie. Eine Gemeinschaft wie die Neue Münchner Künstlergenossenschaft kann ein Korrektiv zum aktuellen Kunstmarkt bilden. Ungewöhnliche und merkwürdige Arbeiten, die querliegen zum Massengeschmack der Postavantgarde, bekommen hier eine Chance. Ohne ständig nach Moden und Zwängen des Kunstmarkts schielen zu müssen, steht die NMKG als zeitgenössischer Künstlerverbund den diversen künstlerischen Positionen des 21. Jahrhunderts aufgeschlossen gegenüber. Derzeit gehören der NMKG fast 80 Mitglieder aus der Monopolregion München und dem deutschsprachigen Raum an. Die Künstlerinnen und Künstler arbeiten in den verschiedensten Kunstdisziplinen und vertreten eine Vielfalt künstlerischer Positionen.

Die Ausstellung LUFTLINIE ist von 15.01. - 06.02.2022 jeweils von Donnerstag bis Sonntag von 14:00 bis 17:00 Uhr im Kunstverein Landshut zu sehen. Zur langen Eröffnung am Freitag, den 14.01. von 16:00 – 20:00 Uhr, gilt die 2Gplus-Regel.

Der Kunstverein Landshut wünscht seinen Mitgliedern und Freunden frohe Weihnachten und alles Gute für das neue Jahr!


Patricia Lincke, Minnie Marsh Today, 2021, Fotografie, 133x200cm

Jahresausstellung der GEDOK München
"Ein ungeschriebener Roman"

10. September bis 3. Oktober 2021

Eröffnung im Rahmen des 16. Landshuter Kunstwochenendes am 10. bis 12. September, jeweils von 14 – 19 Uhr

Interaktive Performance von Kirsten Lilli am Freitag, 10.09.
Finissage mit Lesung von Barbara Yurtaş am Sonntag, 03.10.


Galerie: Herrngasse 375; 84028 Landshut; Öffnungszeiten Do - So 14 - 17 Uhr


Die GEDOK ist die größte und traditionsreichste interdisziplinäre Künstlerinnenorganisation in Deutschland. Sie wurde 1926 von Ida Dehmel gegründet. Die GEDOK setzt sich für die Belange von Künstlerinnen aller Sparten ein: Bildende Kunst, Angewandte Kunst, Neue Medien, Musik, Literatur und Darstellende Kunst. Die alljährliche Jahresausstellung der GEDOK findet dieses Mal im Kunstverein Landshut statt.
Das Thema der Ausstellung ist angelehnt an die Kurzgeschichte „Ein ungeschriebener Roman“ von Virginia Woolf. In der Geschichte begegnen wir der Erzählerin, die in einem Zug einer fremden Frau gegenüber sitzt. Sie beobachtet die Frau und denkt sich zu ihr eine Lebensgeschichte aus. Sie gibt der Unbekannten einen Namen, scheint sie immer besser zu kennen und sich in sie hineinzufühlen.
Vergleichbare Situationen erleben wir bisweilen auch, sei es im Zug, im Wartezimmer oder an der Supermarktkasse. Die Künstlerinnen waren aufgefordert, sich ähnliche Begegnungen mit einem fremden Gegenüber vorzustellen. Wichtig war die phantasievolle Auseinandersetzung mit der unbekannten Person - oder auch dem fremden Selbst.
Mehr als 30 Künstlerinnen fühlten sich angesprochen und haben die Idee weitergesponnen. Alle Beiträge hängen als längliche Bahnen von der Decke und bilden die Ausstellungsarchitektur. Je 3 Arbeiten bilden eine Koje, ein Abteil, wie in der Kurzgeschichte. In den Abteilen können sich die Kunstwerke und die Besucher begegnen. Die Werke selbst erscheinen wie aufgefächerte Blätter eines Buches. Es entsteht ein Labyrinth, in dem man sich verirren oder wiederfinden kann.
Die Anmutung von Buchseiten erinnert darüber hinaus an die Vormieterin in der Herrngasse 375, die Buchhandlung Dietl.

Teilnehmende Künstlerinnen:
Annegret Bleisteiner,Sabine Jörg, Silke Bachmann, Ursula Bolck-Jopp, Krisztina Dozsa-Farkas, Ruth Effer, Renate Gehrcke, Reinhild Gerum, Suse Güllert, Hongyun He, Barbara Hattrup, Kristina Kundt, Cordula Hofmann-Molis, Monika Humm, Kirsten Kleie, Sabine Krämer, Margret Kube, Inge Kurtz, Elvira Lantenhammer, Jutta Leitner, Kirsten Lilli, Patricia Lincke, Ulrike Prusseit, Barbara Regner, Penelope Richardson, Kathrina Rudolph, Katharina Schellenberger, Sabine Schlunk, Eva Sindichakis, Nina Seidel-Herrmann, Julia Smirnova, Rose Stach, Cosima Strähhuber, Ursula Steglich Schaub, Barbara Yurtdaş, Elke Zauner



Rose Stach, magnetic records, 2021, 100x200cm

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